Pädagogisches Konzept der Marienschule

Auf der Grundlage des vorgegebenen Bildungs- und Erziehungsauftrages sind wir als verantwortliche Lehrerinnen der Marienschule bemüht, jedes Kind in seiner Individualität anzunehmen und es seinen Möglichkeiten entsprechend angemessen zu fordern und umfassend zu fördern, damit es eine ihm gemäße Leistung erbringen und den Erfolg erzielen kann, den es für neue Anstrengung und eigenverantwortliches Lernen braucht. In diesem Prozess soll immer auch die Phantasie des Kindes angeregt werden, um seine Spontaneität herauszufordern und seine Kreativität zu entwickeln.

 

Wir möchten erreichen, dass die Kinder unsere Schule als Teil ihres Lebensraums erfahren, in dem sie

  •  sich als Individuum angenommen und sich geborgen fühlen
  • Leistungen erbringen und Freude am gemeinsamen Lernen erleben
  • Beziehungen aufbauen und Lebensfreude erfahren.

Mit Blick auf ihre Persönlichkeitsentwicklung sollen die Kinder unserer Schule lernen, partnerschaftlich miteinander umzugehen, Rücksicht und Toleranz zu üben und Verantwortung für sich selbst und füreinander zu übernehmen. Insbesondere gilt dies unter dem Stichwort "Inklusion" für das Zusammenleben unterschiedlicher Kinder in einer "vielfältigen" Gemeinschaft.

 

Aufgabe der Schule ist, die natürliche Leistungsbereitschaft eines jeden Kindes zu erhalten und zu fördern. Im Mittelpunkt aller Überlegungen steht das Kind, was jedoch eine anforderungsbezogene Leistungserziehung nicht ausschließt. Wir nehmen pädagogische Bewertungen vor, indem wir das Lern- und Leistungsverhalten jedes Kindes beobachten und hinterfragen, die individuelle Lernentwicklung einschätzen und begleiten und die Leistungen des Kindes am Anforderungsprofil der Richtlinien und Lehrpläne messen.

 

Kinder lernen eigenaktiv, aber auch nachvollziehend, sie lernen in Einzelarbeit und im gemeinsamen Tun. Leistungserziehung schließt ein, dass die Kinder sowohl allein arbeiten lernen als auch zur Zusammenarbeit und zu gegenseitiger Hilfe bei der Bewältigung von Aufgaben befähigt werden.

 

Leistungsbereitschaft wird dann besonders gefördert, wenn Kinder zu selbständigem und eigenverantwortlichem Arbeiten angeleitet werden. Aus diesem Grund wird an unserer Schule in allen Jahrgängen der Werkstattunterricht praktiziert. Ziel dieses pädagogischen Konzepts ist, dass die Kinder das Lernen lernen.

 

Förderung in unserer Schule soll allen Kindern zu Gute kommen. Lernschwächeren Kindern geben wir zusätzliche gezielte Hilfen, damit sie die notwendige Basis für eine erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht erwerben können. Lernstärkere Kinder, die besondere Begabungsansätze erkennen lassen, versuchen wir durch weiterführende Aufgaben zu fordern und bestmöglich zu fördern. So geben wir ihnen Möglichkeiten, ihre Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen.

 

Gemeinsames Anliegen aller LehrerInnen der Marienschule ist es, den Unterricht so zu gestalten, dass er dem Anspruch eines jeden Kindes auf Förderung gerecht wird. Der Grundsatz unserer Schule lautet nicht „Allen das Gleiche“, sondern „Jedem das Seine“. Wir arbeiten mit dem Ziel, auf der Grundlage einer ermutigenden Leistungserziehung die Lern- und Anstrengungsbereitschaft aller Kinder zu stärken, um so ihre Lernentwicklung bestmöglich zu stützen und zu fördern.